Wir verarbeiten neuerdings Gleitlack für unsere Getriebegehäuse. Leider haben wir Probleme mit der Haftung auf der Oberfläche.
Der Gleitlack wird nach Herstellerangaben verwendet, Nachfragen beim Hersteller ergaben keinen sichtbaren Erfolg.
Die Teile werden vor der Behandlung gewaschen, gereinigt und vor dem Lackieren nochmals entfettet.
Obwohl alle Gehäuse gleich behandelt werden, kommt es innerhalb der Serie zu verschiedenen Haftungen.
An dem einen haben wir keine Haftung, der Lack lässt sich wie Staub abblasen / wegwischen, auf dem nächsten Teil ist er genau so,
wie es zu erwarten ist. Er legt sich als schmierende Schicht auf die Oberfläche und verteilt sich beim Versuch in wegzuwischen.
Die Oberfläche bleibt trotzdem von einem Rest beschichtet.
Wir haben schon verschiedene Reinigungsprozesse ausprobiert, verscheidene Pistolen, Drücke.
Das Ergebnis scheint willkürlich zu sein.
Wer hat in diesem BEreich Erfahrung und kann eventuell weiterhelfen?
Mit freundlichen Grüßen
Jens Dahlhaus
Leiter Lackiererei
2 Answers
Beste Antwort
Hallo Herr Dahlhaus,
ich bin kein Experte für Gleitlack und muss mich daher bedeckt halten. Aber rein aus der Beschreibung sind für mich 2 Dinge mit einem Fragezeichen versehen.
Erstens, könnten Sie sagen ob der Gleitlack wenn er denn ordentlich performt trocken ist?
Ich frage weil Sie schreiben, dass sich der Lack bei schlechter Haftung wegblasen lässt wie Staub. Dem entnehme ich, das der Lack trocken ist (nicht feucht, klebrig, pastös).
Im folgenden beschreiben Sie, das bei den „schlechten“ Teilen der Lack schmierend auf der Oberfläche vorliegt. Sollte sich es um einen 2K Lack handeln, würde ich mir die Härterdosierung anschauen sowie die Trocknung. Sollte es ein 1K Material sein, würde ich mir ebenfalls die Trocknung ansehen.
Das weitere Fragezeichen, sollte das Erstgenannte save sein, wäre für mich die Rauigkeit der Bauteile zu prüfen. Es scheint ja der Prozess und das Material zumindest jeweils alleine, keinen Einfluss zu haben. Ich folgere also das die Haftung aufgrund der Rohbauteile variiert. So kann ich mir vorstellen das durch unterschiedliche Rauigkeiten mal mechanische Haftung erzielt wird und manchmal eben nicht. Vorausgesetzt alle Prozesse wie Reinigung usw. sind wie beschrieben ok!
Ich bitte noch zu beachten das es sich hierbei um eine Ferndiagnose handelt welche immer nur eine Anregung sein kann.
Falls Sie noch Fragen haben, schreiben Sie mich gerne an.
Beste Grüße,
Wolfgang Schaefer
Firma FAS aus Buxtehude
Hallo Herr Schaefer,
danke für ihre Antwort und die Anregungen. Dank dieser haben wir festgestellt, das wir die Rauheit der Oberfläche gänzlich außer Acht gelassen haben und es tatsächlich daran lag, das der Ra zu gering war, der Gleitlack keine Haftung am Material hatte.
Beste Grüße
Jens Dahlhaus
Bitte einloggen oder Registrieren, um Ihre Antwort zu senden.