Oktober 2020

Geholit+Wiemer hat nach einer vierjährigen intensiven Entwicklungszeit eine Allwetter-Technologie entwickelt und jetzt vorgestellt. Diese weitgehend wetterunabhängige Beschichtung setzt bestehende Verarbeitungsparameter außer Kraft. Nach der DIN EN ISO 12944 „Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme“ Teil 7 sollen Beschichtungsstoffe nicht bei Temperaturen aufgetragen werden, die 3 K unter dem gemessenen Taupunkt liegen. Liegt die Temperatur darunter, kann es zur Kondensatbildung auf dem Sub­strat kommen und dadurch zu einer Haftfestigkeitssminderung zwischen Sub­strat und der ersten Schicht bzw. zwischen den einzelnen Schichten des Beschichtungssystems führen. Deswegen wird in der Regel bei einer relativen Luftfeuchte von über 80% und Temperaturen unter 5 °C nur in Ausnahmefällen beschichtet. Diese Witterungsverhältnisse gibt es häufig in den Übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst, bei denen sich gerade in den Morgenstunden ein nasser Film auf der zu beschichtenden Oberfläche befindet. In diesen Fällen müssen bei der Baustellenbeschichtung lange und unproduktive Wartezeiten eingehalten werden, bis das Verarbeitungsfenster das Beschichten wieder zulässt. Das ändert sich mit der Allwetter-Technologie: Es handelt sich um einkomponentige High-Solid-Produkte, die im System mit Grund- und Deckbeschichtung oder als Einschichter bei Umgebungs- und Objekttemperaturen von -5 °C bis +40 °C eingesetzt werden können.

Die einkomponentigen High-Solid-Produkte können je nach Bauteil­geometrie mit verschiedenen Applikationsverfahren auf die unterschiedlichen Untergründen aufgebracht werden.Foto: Geholit+Wiemer

 

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