Oktober 2020
Das Entfernen von Pulverresten ist ebenso wie die Oberflächenvorbereitung für die nachfolgenden Prozesse, wie das Lackieren oder Beschichten, ein essentieller Schritt in der Fertigungskette pulverbettbasiert hergestellter Kunststoffteile. Mit der neuesten Generation der „S1“ hat AM Solutions – 3D post processing technology, der auf Nachbearbeitungslösungen für additiv gefertigte Komponenten spezialisierte Unternehmensbereich der Rösler-Gruppe, jetzt eine kosteneffiziente Plug-and-Play-Anlage für das automatisierte Entpulvern und Reinigen von kleinen und mittleren Bauteilserien entwickelt.
Darüber hinaus ermöglicht die neue Anlage ohne sonst übliche, zeitaufwendige Umrüst- oder Umbauarbeiten die Umstellung vom automatischen auf den manuellen Betrieb, z.B. für die Bearbeitung von größeren Einzelteilen. Dazu lässt sich, nach Entriegelung per Knopfdruck, der Drehkorb ganz einfach in den hinteren Bereich der Strahlkammer bewegen, sodass die Eingriffe sowie die Arbeitsfläche für das manuelle Arbeiten freigegeben werden. Dieses Konzept stellt sicher, dass der Mitarbeiter nicht in bewegliche Teile greifen kann und somit keine zusätzliche Absicherung erforderlich ist.
Neben Schaltschrank, Steuerung, Filtereinheit und einfach austauschbarem Behälter für Strahlmittel, verfügt das kompakte Post-processing-System ebenso über eine integrierte Strahlmittelaufbereitung. Sie ist mit einem Zyklon und einem Vibrationssieb ausgestattet, über das Staub und verschlissenes Strahlmittel aus dem Kreislauf ausgetragen werden. Eine gleichbleibend hohe Qualität des Strahlmittels und damit auch des Strahlergebnisses ist dadurch sichergestellt.
Zur weiteren Ausstattung zählen zwei Sichtfenster (automatisches und manuelles Strahlen), bei denen ein „Luftvorhang“ das Auftreffen von Strahlmittel auf die Scheiben verhindert.

Der Drehkorb kann dadurch ergonomisch befüllt, beziehungsweise entleert werden. Foto: Rösler
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