Wenn die Beschichtung Blasen schlägt

  • Fehler: Einschlüsse / Blasen
  • Substrat: Kunststoff
  • Ursache: Inhomogene Durchmischung der Lackkomponenten
Bild 1: Draufsicht auf die Einschlüsse – erstellt mit dem Hellfeldmikroskop mit Differenzialinterferenzkontrast-Filter. Quelle (vier Bilder): DFO-Service

Bild 1: Draufsicht auf die Einschlüsse – erstellt mit dem Hellfeldmikroskop mit Differenzialinterferenzkontrast-Filter. Quelle: DFO-Service

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Die komplette Fläche einer Beschichtung auf Kunststoffplatten war mit mehreren kleinen Einschlüssen übersät. Die DFO Service GmbH wurde damit beauftragt, die Einschlüsse genauer zu untersuchen.
Die Beschichtung und die Kunststoffplatte selber waren durchsichtig. Unter dem Lichtmikroskop waren in der Beschichtung kleine kugelartige Unregelmäßigkeiten zu beobachten (Bild 1.) Der Durchmesser der „Einschlüsse“ betrug ca. 5 µm. Die Bilder 2 und 3 sind Dunkelfeldaufnahmen. Sie machen die Unregelmäßigkeiten in der Beschichtung sichtbar. In Bild 2 wurde auf die Oberfläche fokussiert, in Bild 3 auf die Mitte der „Kugeln“.

Bild 2: Dunkelfeldaufnahme mit Fokussierung auf die Oberfläche.

Bild 2: Dunkelfeldaufnahme mit Fokussierung auf die Oberfläche. Quelle: DFO

 

Bild 3: Dunkelfeldaufnahme mit Fokussierung auf die Mit- te der „Kugeln“.

Bild 3: Dunkelfeldaufnahme mit Fokussierung auf die Mitte der „Kugeln“. Quelle: DFO

Das Licht wird jeweils unterschiedlich gestreut. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass die „Kugeln“ hohl sind und es sich um Luftblasen handelt. Diese Annahme wurde mit dem Rasterelektronenmikroskop mit Energiedispersiver Röntgenspektroskopie (REM/EDX) bestätigt. Dabei konnte man keine Unterschiede zwischen der Fehlstelle gegenüber der restlichen Beschichtung beobachten. Das beweist, dass es sich bei dem Fall nicht um Fremdpartikel handelt. Unter dem Rasterelektronenmikroskop (Bild 4) sind die „Einschlüsse“ als schwarze Punkte zu erkennen.

Bild 4: REM-Aufnahme von einem Einschluss.

Bild 4: REM-Aufnahme von einem Einschluss. Quelle: DFO

Das spricht ebenfalls für Luftblasen, da die betrachtete Oberfläche über einen Elementkontrast sichtbar gemacht wird. Gelteilchen würden sich im Rasterelektronenmikroskop (REM) nur wenig im Kontrast unterscheiden.
Vorschläge zur Lösung des Problems wünschte der Auftraggeber nicht. Diese waren daher nicht Bestandteil der Untersuchung.

Anna Scharbert
Anna Scharbert
0213140811-26

Last Update: 18. Juni 2024