Seit einiger Zeit zieht ein deutscher Automobilhersteller Lastenhefte an, die vorschreiben, dass der Longwave zum Shortwave ein Verhältnis von 1:2,5 - 4 haben muss. Hier gibt es ziemlich viele Einflussgrößen und Parameter, an denen man schrauben kann. Bisher ist mir persönlich keine prozessstabile Lösung bekannt. Was wäre Ihre Lösung Kunststoffbauteile, wie z.B Spoiler, prozessstabil einzufahren?
1 Answers
Generell gibt es zwei Stellgrößen: Das Lackmaterial und der Prozess. Hinsicht Lack gibt es neuere Untersuchungen (s. Kap. 6.9.), die zeigen, dass die Visoelastizität des Lackes unterschiedlich auf die kurze und lange Welle wirkt, dies könnte ein Stellhebel sein. Prozessual kommt die lange Welle entweder aus dem Substrat oder dem Applikationsprozess. Bei ersterem kann man entweder die Substratqualität stärker kontrollieren (hinsichtlich der langen Welle) oder die Abbildung der Substratstruktur optimieren (z.B. ist ein weniger beachteter Einfluss die Anströmung duch Luft). Die kurze Welle verläuft in der Regel recht schnell, da sind Effekte im Trockner wichtig, wenn der Lack durch Schrumpf Strukturen ausbildet, die dann bei der hohen Viskosität nicht mehr gut verlaufen.
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