Berechnung der Lackfilmverlaufsgeschwindigkeit

Der Lackfilmverlauf zählt zu den wichtigen Kriterien bei der Bewertung der Beschichtungsqualität. Bei unvollständigem Lackfilmverlauf weist die Lackschichtoberfläche nach der Trocknung und Härtung eine mehr oder weniger starke „Orangenhautstruktur“ auf.

Unter den Lackeigenschaften hat das rheologische Verhalten den größten Einfluss auf den Verlauf [1]. Die meisten in der Industrie verwendeten Lacke zeigen ein thixotropes Verhalten. Ihre Viskosität ist scherraten- und zeitabhängig, weshalb sie auch als Gedächtnisviskosität bezeichnet wird. Eine Verbindung zwischen rheologischer Messung und Verlaufsergebnis zu finden, stellt sich für diese Lacke als besonders schwierig dar. Während der Applikation wird die innere Struktur des Lackes durch starke Scherung zerstört, die Viskosität sinkt auf einen niedrigen Wert. Während des Verlaufens kann sich die innere Struktur unter schwacher Scherung erholen, sodass die Viskosität wieder ansteigt [2].

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Last Update: 18. Juni 2024