- Fehler: Haftfestigkeitsverlust
- Substrat: zinkphosphatierte Stahlbauteile; pulverbeschichtet
- Ursache: Vorbehandlung der Prüfbleche weicht vom eigentlichen Prozess ab
- Mögliche Lösung: Vorbehandlung anpassen und Prüfung synchronisieren

Um solchen Korrosionserscheinungen und Haftfestigkeitsverlusten bei der Beschichtung von Landmaschinen auf den Grund zu gehen, müssen passende Prüfmethoden zum Einsatz kommen. Quelle: DFO
Bei einem Hersteller von Landmaschinen kam es zu vereinzelten Feldreklamationen aufgrund von starken Korrosionserscheinungen und Abplatzungen der Beschichtung. Die Ursache war unklar, da alle vorausgegangenen Korrosionsprüfungsergebnisse des angewandten Vorbehandlungs- und Beschichtungsverfahrens an Prüfblechen hervorragende Ergebnisse zeigten.
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Loggen Sie sich ein, um den gesamten Inhalt freizuschalten!Bei der Analyse der DFO stellte sich heraus, dass die Vorbehandlung auf den Reklamationsteilen alles andere als hervorragend war. Es handelte sich um zinkphosphatierte Stahlbauteile, die pulverbeschichtet wurden. Allerdings zeigte sich bei der Untersuchung der Zinkphosphatierung an betroffenen Teilen mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) und energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDX), dass eine sehr inhomogene und lückenhafte Zinkphosphatschicht unter der Beschichtung vorlag. Die Vergleichsuntersuchung der Prüfbleche, mit denen der Hersteller der Landmaschinen die Korrosionsbeständigkeit seines Aufbaus gemäß Salzsprühnebelprüfung nach DIN EN ISO 9227 geprüft hatte, zeigte hingegen überwiegend geschlossene Zinkphosphatschichten. Eine nicht geschlossene Zinkphosphatschicht führt zu einem unzureichenden Korrosionsschutz. Letztlich stellte sich heraus, dass die Vorbehandlung, insbesondere die Entfettung der tatsächlichen Bauteile, nicht vergleichbar mit der Vorbehandlung der Prüfbleche war. Was bei Karosserieblechen aus dem Automobilbereich relativ leicht mit Prüfblechen aus dem Labor verglichen werden kann, sieht bei teils massiven Gussteilen oder viele Millimeter dickem gestrahlten Stahl schnell anders aus. Hinzu kommen Beanspruchungen im Feld (mechanisch und chemisch), die sich mit den etablierten Korrosionsprüfungen aus dem Automobilbereich, die sich über Jahrzehnte weiterentwickelt und auf die Anforderungen im Kraftfahrzeugbereich spezialisiert haben, nicht anwendungsnah und ausreichend prüfen lassen.
