Allgemein eine Frage in den Raum gestellt, ob die Beflammung noch zukunftsfähig ist. In unserem Betrieb arbeiten wir jetzt seit einem Jahr mit einer Plasmaanlage.
Diese ist prozesssicher, ergonomisch und leicht im Handling. Gefahren wurden dadurch reduziert, Arbeitsabläufe erleichtert und die Qualität erhöht.
Gibt es hierzu andere Meinungen?
Guten Tag Herr Dahlhaus,
das ist ganz sicher eine Kostenfrage. Beflammprozesse sind i.d.R. für "Massenware" (große Kunststoffbauteile wie Stoßfänger etc.) preiswerter als alle anderen Oberflächenaktivierungsverfahren.
Gruß Ernst-Hermann Timmermann
Guten Tag Herr Dahlhaus,
ich denke schon, dass die auch Beflammung zukunftsicher ist. Es kommt immer auf die zu beschichteten Teile an. Wieviel zu aktivierende Fläche liegt vor, wie ist die Zugänglichkeit am Bauteil, wie lange muss die Aktivierung "halten" bis der nächste Prozesschritt folgt, Grad der Automatisierung usw..
Letzendlich spielene eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle, welches Verfahren wirtschalftlich sinnvoll ist und zu prozesssicheren Ergebnissen führt.
Für große PP-Bauteile z.B., wie etwa Stoßfänger, Schweller etc gibt es wenig Alternativen zur Beflammung.
Für alle Verfahren (Plasma, Corona, Beflammung oder Fluorieruing) gibt es natürlich Vor- und Nachteile. Im Rahmen von Forschungsprojekten wurde u.a. die Atmosphären-Druckplasma-Aktivierung mit der Beflammung und Gasphasenfluorierung hinsichtlich Oberflächenveränderungen und Haftung untersucht auf Polypropylen. Nähere Infos dazu finden sie u.a. in der BesserLackieren Ausgabe Nr. 11 / 2015.
Freundliche Grüße
Volker Wegmann
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Hallo Herr Dahlhaus,
bitte beachten Sie das einmal wie bereits richtig beschrieben die Werkstückgeometrie und die Prozessgestaltung ein Thema ist. Letzlich kommt allerdings auch noch das Substrat selbst mit seinen Eigenschaften dazu. Es gibt eine Vielzahl an Polyolefinen mit unterschiedlichen Typen und Additivierungen bereits im Kunststoff. Hier kann eine Plasma möglicherweiße tiefere Penetration erreichen. Aber ggf. wie zum Beispiel bei Airbags wird begründet durch das Sicherheitsbauteil eine Fluorierung verlangt. Dies liegt am Ende auch an der z.B. sehr problematischen Kunststofftype eines Airbags.
Zusammengefasst spielt also Prozess, Geometrie und Werkstoff eine entscheidene Rolle. Sollten Sie hier noch weitere Fragen haben, schreiben Sie mich gerne an. Wir haben hier auch geeignete Seminarauszüge.
Beste Grüße,
Wolfgang Schaefer
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